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06.11.2012

Nur leichte Skepsis bei den Aussichten

Derzeit liefen die Geschäfte der Unternehmen in den E-Handwerken unverändert gut, meldete im Oktober der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) anlässlich seiner traditionellen Konjunkturumfrage im Herbst. Noch meldeten die Betriebe stabile Auftragspolster, die abgearbeitet werden müssten. Die Erwartungen für das kommende Halbjahr seien jedoch etwas eingetrübt.

 

Damit spiegelt die Umfrage, wie sich die positive Binnenkonjunktur in Deutschland und das günstige Konsumverhalten in den vergangenen Monaten auf die Stimmungslage in den E-Handwerksunternehmen ausgewirkt haben: 93 Prozent der befragten E-Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage positiv mit den Noten „befriedigend“ (34 Prozent) oder „gut“ (59 Prozent). Der Geschäftsklimaindex hat sich im Jahresvergleich auf 76 Punkte verbessert (Herbst 2011: 74 Punkte).

 

Beschäftigungslage unverändert gut

 

Im Osten der Republik herrsche bessere Stimmung als im Westen, teilt der ZVEH mit. Die E-Handwerke profitierten von der immer noch günstigen Wirtschaftslage. „Die Verbraucher haben in diesem Sommer wie selten zuvor in ihr Hab und Gut investiert, vor allem indem sie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Auftrag gegeben haben. Das kommt gerade auch den E-Handwerken zugute“, sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi.

 

So berichteten 37 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass der Umsatz im Handwerksbereich im vergangenen Halbjahr gestiegen sei (Herbst 2011: 34 Prozent), im Handelsbereich verzeichneten 15 Prozent (Herbst 2011: 12 Prozent) ein Umsatzwachstum. „Im Handel dürfte sich im Vorfeld der Europameisterschaft der erhöhte Absatz von TV-Geräten bemerkbar gemacht haben und generell auch die größere Nachfrage nach energieeffizienten Hausgeräten“, so Jakobi.

 

Der Ausblick auf die kommenden sechs Monate ist etwas eingetrübt, der aktuelle Index für diesen Wert hat sich um 0,4 Punkte verringert. Der Anteil der Befragten, die davon ausgehen, dass die Geschäftslage unverändert bleibt, liegt im Vergleich zum Herbst 2011 unverändert bei 77 Prozent. Immerhin melden 30 Prozent offene Stellen, 80 Prozent gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus.

 

Dabei fällt der Blick in die Zukunft in den westlichen Betrieben etwas optimistischer aus als der in den Unternehmen im Osten. Erste Anzeichen für eine Abkühlung könnte der im Jahresvergleich leicht nachlassende Auftragsbestand von Privathaushalten sein, ebenso haben die Orders aus der gewerblichen Wirtschaft abgenommen. Immer mehr Betriebe melden auch, dass die Aufträge von der öffentlichen Hand rückläufig sind.

 

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